Beschreibung
Der Vorbaurollladen wird außen vor das bestehende Fenster montiert — auf dem Blendrahmen, in der Laibung oder direkt an der Fassade. Er ist die ideale Lösung zur nachträglichen Ergänzung von Sonnenschutz, Sichtschutz oder Einbruchschutz, ohne in den Rohbau eingreifen zu müssen.
Hersteller wie Roma bieten Vorbaurollladen-Systeme in verschiedenen Kasten-Tiefen und Befestigungsarten an — vom schmalen Aufsatzkasten (ab 140 mm Tiefe) bis zum freistehenden Vorbaukastensystem mit eigener Unterkonstruktion.
Montagearten
| Montageart | Befestigung | Eignung |
|---|---|---|
| Auf dem Blendrahmen | Kasten direkt auf Fensterrahmen | Optimal; kein Fassadeneingriff; geringe Tiefe |
| In der Laibung | Kasten in Fensterleibung eingesetzt | Wenig Aufbautiefe außen; Führungsschienen in Laibung |
| An der Fassade | Kasten über Konsolhalter an Wand | Bei tiefer Leibung oder fehlender Blendrahmenauflage |
| Freistehend (Systemkasten) | Eigene Unterkonstruktion, unabhängig von Fenster | Für Renovierung ohne Fensterwechsel |
Technik
Kasten aus Aluminium, Kunststoff oder gedämmtem Sandwichpaneel. Panzer aus Alu-Lamellen (8–14 mm). Führungsschienen werden auf der Laibung oder in Nut montiert. Antrieb wie beim Aufsatzrollladen — Gurt, Kurbel oder Rohrmotor.
Roma-Systeme
Roma bietet unter anderem das System Compact und Perfect für den Vorbaubereich an. Der Compact-Kasten hat eine Aufbautiefe ab 140 mm und eignet sich besonders für Nachrüstung an schmalen Laibungen. Alle Systeme sind mit Roma-Motoren und Smart-Home-Steuerung kombinierbar.
Die Nachrüstung von Rollläden und Sonnenschutz kann über BAFA-Förderung (Einzelmaßnahmen Gebäude) oder KfW-Programme gefördert werden, wenn sie Teil einer energetischen Sanierung ist.