Beschreibung
Kunststofftüren aus Hart-PVC (uPVC) sind die wirtschaftliche Standardlösung für Haustüren und Terrassentüren. Das PVC-Rahmenprofil nimmt eine Stahl- oder Alu-Armierung auf und wird mit einem wärmegedämmten Türblatt kombiniert — entweder Ganzglas oder gedämmtes Kassettendesign.
Der größte Vorteil ist die Wartungsfreiheit: PVC verrottet nicht, quillt nicht und muss nie gestrichen werden. Farbgebung erfolgt durch Folierung (alle RAL-Töne möglich) oder Coextrusion.
Dunkle foliierte PVC-Türen (Anthrazit, Schwarz) können sich auf der Südseite stark aufheizen (bis 80°C). Herstellerfreigabe für Dunkeltöne prüfen — nicht jedes Profil und jede Folie ist dafür geeignet.
Aufbau
| Bauteil | Details |
|---|---|
| Rahmen | PVC-U Mehrkammerprofil, 70–82 mm tief, 5–7 Kammern |
| Armierung | Stahlverstärkungsprofil, verzinkt, in Hauptkammer eingesetzt |
| Türblatt | Stahlmantel mit PUR-Dämmkern (40–73 mm) oder Glasfüllung |
| Oberfläche | Weiß (Standart), Folie (Holzdekor, RAL), Acryl-Lackierung |
| Verglasung | 2- oder 3-fach ISO-Glas, VSG für Sicherheitsanforderungen |
| Dichtung | 3-fach EPDM-Umlaufdichtung, absenkbare Bodendichtung |
| Beschlag | Mehrpunktverriegelung Standard, RC 2 mit Sicherheitsbeschlag |
Technik & Kennwerte
Ud-Wert und Wärmedämmung
Der Ud-Wert einer PVC-Tür hängt von der Füllung ab: Türblatt mit PUR-Kern (40 mm) erreicht Ud ≈ 1,0–1,2 W/(m²·K). Mit 3-fach Verglasung liegt der Ud bei 1,2–1,5 W/(m²·K). GEG-Anforderung für Außentüren im Neubau: UD ≤ 1,8 W/(m²·K).
Designs und Kassetten
PVC-Haustüren werden mit verschiedenen Kassettendesigns angeboten — von glatt bis aufwendig gegliedert, mit Glasausschnitten in verschiedenen Formen. Die Kassetten sind eingepresste Designelemente aus PVC oder Alu, die dem Türblatt Struktur und Optik geben ohne die Funktion zu beeinflussen.
PVC ist zu nahezu 100 % recycelbar. Alte PVC-Türen werden beim Fachbetrieb abgegeben und über das Rewindo-System zu Granulat für neue Profile verarbeitet.